Mehr Auszubildende in einzelnen Engpassberufen

Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildung beginnen, kontinuierlich gesunken. Das meldet das Statistische Bundesamt. Für viele Unternehmen ist die duale Ausbildung des Nachwuchses eine zentrale Strategie der Fachkräftesicherung. Gerade deshalb ist diese Entwicklung insgesamt besorgniserregend.

Die neuen Zahlen zur Ausbildung zeigen aber auch, dass in einigen Engpassberufen die Zahl der Auszubildenden wieder gestiegen ist. Für Kältetechniker, die 2016 die meistgesuchten Fachkräfte mit Ausbildungsabschluss waren, ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge beispielsweise um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Auch in der Mechatronik, der Bauelektrik, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und vielen weiteren Engpassberufen macht sich ein Zuwachs um einige Prozent bemerkbar.

Dass gerade in diesen Berufen Betriebe und Jugendliche häufiger als in den vergangenen Jahren zusammenfinden, ist mit Blick auf die Fachkräftesicherung erfreulich. Allerdings konzentrieren sich ein Viertel aller neuen Ausbildungsverträge – wie auch in den Vorjahren – auf nur fünf der insgesamt 328 Ausbildungsberufe. Auch die Vorlieben der einzelnen Geschlechter bleiben konstant: Der beliebteste Ausbildungsberuf für Frauen ist das Büromanagement, während Männer sich am häufigsten zu einer Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker entscheiden. Um die Jugendlichen zu einer vielfältigeren Berufswahl anzuregen, sind Politik, Schulen und Unternehmen gleichermaßen in der Verantwortung, noch stärker über die Berufsprofile und Karrierechancen zu informieren. In besonderem Maße gilt das für Ausbildungen in Engpassberufen.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/08/PD17_301_212.html

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