IW-Studie: Mütter arbeiten nach Elternzeit schneller wieder

Zeit mit seinem kleinen Kind verbringen, ohne sich Sorgen um das Einkommen machen zu müssen - seit zehn Jahren können alle Eltern dafür einen staatlichen Zuschuss beantragen. 2007 wurde das Elterngeld eingeführt. Es löste das Erziehungsgeld ab, das nur an Eltern mit vergleichsweise kleinen Einkommen gezahlt wurde.

Seitdem scheint es für Mütter und Väter attraktiver geworden zu sein, nach Geburt eines Kindes per Elternzeit vom Job auszusetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Während demnach 2006 rund 27 Prozent der Mütter zwischen Geburt und erstem Geburtstag ihres Kindes eine bezuschusste Auszeit nahmen, verdoppelte sich der Anteil auf knapp 60 Prozent aller Mütter im Jahr 2014. Zugleich kehren Mütter früher in den Job zurück. Im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiteten rund 43 statt zuvor 35 Prozent. Der Anteil der nicht erwerbstätigen Mütter – die also weder berufstätig noch in Elternzeit waren – sank ebenfalls, lag aber auch 2014 immer noch bei rund 30 Prozent aller Mütter von Kleinkindern unter vier Jahren. Das IW wies darauf hin, dass nicht abschließend geklärt werden kann, ob nur das Elterngeld für die Entwicklung verantwortlich ist. Dennoch lasse sich sagen, „dass Mütter heute deutlich früher wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren“. Das Elterngeld steht Eltern im ersten Jahr nach der Geburt zu, wenn sie ihr Kind zuhause betreuen. Es ersetzt das Einkommen vor der Geburt zu 65 Prozent, bei niedrigen Einkommen unter 1.000 Euro bis zu 100 Prozent.

Wie Sie es den Eltern nach der Rückkehr aus der Elternzeit und auch schon währenddessen erleichtern können, Familie und Beruf zu vereinbaren, erfahren Sie in unserer Handlungsempfehlung Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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