Flüchtlingsintegration: Sprachkenntnisse sind das A und O

Etwa elf Prozent aller Unternehmen, die bisher keine Erfahrung in der Beschäftigung von Flüchtlingen gemacht haben, planen derzeit erstmals Geflüchtete in ihrem Unternehmen zu beschäftigen - dies ist das Ergebnis einer Befragung des IW Kölns durch die IW Consult unter 900 Unternehmen. Unternehmen, die aktuell oder in den vergangenen fünf Jahren bereits Flüchtlinge zu ihren Mitarbeitern zählen, beabsichtigen zu über 40 Prozent weitere Geflüchtete zu beschäftigen. Dies deutet daraufhin, dass viele Unternehmen positive Erfahrungen mit der Zielgruppe gemacht haben.

Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen sieht Geflüchtete insbesondere als potenzielle Arbeitskräfte für Helfertätigkeiten (49,5 Prozent). Eine einfache Beschäftigung kann jedoch auch der erste Schritt zu einer qualifizierten Beschäftigung sein. Und: Auch nahezu jedes zweite Unternehmen (44,7 Prozent) sieht bei Geflüchteten Einsatzmöglichkeiten für qualifizierte Beschäftigungen. Die Mehrheit der Unternehmen sieht die mangelnden Deutschkenntnisse als große Hürde des Einstiegs (78,9 Prozent). Gerade in verwaltungs- und kaufmännischen Berufen werden sehr weitreichende Sprachkenntnisse benötigt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass nach Einschätzung der Unternehmen in der Verwaltung zunächst nur wenige Geflüchtete unterkommen können. In der Produktion und Dienstleistungserstellung, im Versand und der Logistik sowie im handwerklichen Bereich sind die Chancen hingegen größer.

Spielen Sie als Betrieb mit dem Gedanken, Geflüchtete zu beschäftigen oder tun Sie dies bereits, können Sie diese beim Erlernen der deutschen Sprache gezielt unterstützen. Welche Möglichkeiten Ihnen offen stehen, finden Sie seit Neuestem online in unserer Handlungsempfehlung Berufsbezogene Sprachförderung. In dem KOFA-Dossier Flüchtlinge integrieren finden Sie weitere aktuelle Informationen rund um das Thema Flüchtlinge.

Zur Pressemitteilung des IW Köln gelangen Sie hier.

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