Fachkräfteengpässe bereiten dem Westen zunehmend Sorge

Die Sorge der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wächst, dass Sie ihre Stellen nicht mit geeigneten Fachkräften besetzen können. Zu diesem Ergebnis kommt der „NRW-Fachkräftereport 2014“ der Industrie- und Handelskammern des Bundeslandes. 31 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten im Jahr 2014 den Fachkräftemangel als das „größte Risiko für Ihre wirtschaftliche Entwicklung“. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch fünf Prozentpunkte niedriger. Die eigene Personalarbeit wird dadurch wichtiger denn je.

Insbesondere in der Gesundheits- und Bauwirtschaft zeigt sich ein verschärftes Bild. Fast jedes zweite Unternehmen in den beiden Branchen sieht den Fachkräftemangel als problematisch an. Diese Ergebnisse decken sich mit bundesweiten Befunden aus KOFA-Studien. Gerade in den Berufsfeldern „Gesundheit und Soziales“ sowie „Bau- und Gebäudetechnik“ existieren zahlreiche Engpassberufe.

Bereits Ausbildungsplätze schwer zu besetzen

Dass gutes Personal immer schwerer zu bekommen ist, zeigt sich bereits auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Nahezu jedes vierte Unternehmen gab an, nicht alle Lehrstellen besetzen zu können. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert mit 16 Prozent noch deutlich niedriger. Ein Grund dafür: Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist seit Jahren rückläufig. Hinzu kommt die immer größere Studierneigung der Jugendlichen. Beides führt dazu, dass den Unternehmen immer weniger geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen, um ihre Ausbildungsplätze besetzen zu können.

Maßnahmenbündel als Ausweg

Die Unternehmen in NRW versuchen ihren Fachkräftebedarf auf vielerlei Wege zu sichern. Stärkere Ausbildungsaktivitäten und die Weiterbildung des vorhandenen Personals gelten als Schlüsselstrategien. Hinzu kommen die Berücksichtigung weiterer Zielgruppen - wie ältere Arbeitskräfte - die Steigerung der eigenen Unternehmensattraktivität sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Weitere Daten und Fakten zur Fachkräfteproblematik in NRW und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, finden Sie im „NRW-Fachkräftereport 2014“.

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