Deutscher Mittelstand mit Migrationshintergrund

Vom deutschtürkischen Friseurmeister bis hin zur Tischler-Auszubildenden aus Kasachstan – auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind Fachkräfte mit Migrationshintergrund mittlerweile Alltag. Und sie sind eine besonders attraktive Gruppe für die Fachkräftesicherung: Jedes zweite Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren mindestens eine Fachkraft mit Migrationshintergrund eingestellt. Das haben Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft in einer aktuellen Studie herausgefunden.

Integration? Für die meisten Betriebe kein Problem! 71 Prozent aller Unternehmen äußern, dass ein Anstieg kulturell bedingter Spannungen in der Belegschaft in der Praxis gar kein oder nur ein geringes Problem ist. Nichtsdestotrotz unterstützen viele Unternehmen ihre Fachkräfte mit Migrationshintergrund auf vielfältige Weise: 29 Prozent sprechen mit ihren Teams über die Akzeptanz von Vielfalt und gegenseitigen Respekt. 27 Prozent aller Unternehmen bieten Hilfe bei der Sprachförderung an.

Die Studie zeigt auch: Migrantinnen sind nach wie vor weniger häufig in Unternehmen beschäftigt als Migranten. Mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und flexiblen Arbeitszeiten können Sie hier in der Praxis punkten. Daneben können Sie als Unternehmen ganz verschiedene Maßnahmen ergreifen, wenn Sie Menschen mit Migrationshintergrund rekrutieren und binden möchten. Dabei kommt es mehr denn je darauf an, die Bedürfnisse der einzelnen Personen kennen zu lernen. Bei der Umsetzung der konkreten Unterstützungsangebote unterstützt das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung Sie dabei in vielfältiger Weise: Sei es bei der Vermittlung des richtigen Sprachkurses, bei der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen oder auch beim Aufbau einer wertschätzenden Unternehmenskultur.

Die ganze Studie können Sie auf der Webseite des IW Köln nachlesen.

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