Der Girls‘ Day wird 16

Viele Berufe, in denen Fachkräfteengpässe an der Tagesordnung sind, haben eines gemeinsam: Mehr als 70 Prozent der Beschäftigten haben das gleiche Geschlecht. Während in naturwissenschaftlichen Berufen wie Mechatroniker, Bauelektriker oder Informatiker die Männer dominieren, sind Frauen in der Altenpflege, in Therapieberufen sowie in Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehung in deutlicher Überzahl. Eine der Stellschrauben, wenn nicht gar der größte Ansatzpunkt um das zu ändern, liegt in der Berufsorientierung. Denn über 50 Prozent der Mädchen wählen einen von nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – darunter ist kein technisch-naturwissenschaftlicher Beruf. Und auch die Jungen bewegen sich innerhalb eines engen Berufswahlspektrums.

Seit 2001 setzt  der Girls‘ Day, der auch heute wieder stattfindet, genau hier an. In inzwischen 20 Ländern schnuppern Mädchen für einen Tag in einen Beruf hinein, der eigentlich ein männertypischer Beruf ist. Gleichzeitig erproben sich seit einigen Jahren auch Jungen in typischen Frauenberufen: 37 Prozent der Boys‘ Day-Plätze lagen 2016 in den Bereichen Pflege und Gesundheit, weitere 35 Prozent der Jungen schnupperten in pädagogische Berufe hinein.

Mehr Praktikumsbewerbungen von Mädchen nach Girls`Day-Teilnahme

Viele Faktoren zeigen: Der Aktionstag scheint nicht umsonst zu sein und hilft auch dabei, erste Kontakte zu knüpfen. 33 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich nach dem Aktionstag ehemalige Girls‘ Day-Teilnehmerinnen um ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bei ihnen beworben hat. 20 Prozent der Einrichtungen und Betriebe erhalten Bewerbungen von ehemaligen Boys‘ Day-Teilnehmern. Und mit etwa 90 Prozent aller Betriebe, Schülerinnen und Schüler beurteilt die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden den Tag mit "Sehr Gut" oder "Gut".

Wenn Ihr Unternehmen im nächsten Jahr dabei sein möchte, hält der hier verlinkte Flyer die wichtigsten Informationen bereit.

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