Das Fleischerhandwerk: Großes Angebot – geringe Nachfrage

Obwohl viele Stellen zu vergeben wären, sucht das Fleischerhandwerk händeringend nach Nachwuchs. Den Fleischerbetrieben geht es wirtschaftlich gut – doch nur wenige junge Menschen wollen sich in dieser Branche ausbilden lassen.

Immer weniger, aber größere Betriebe

Laut aktuellem Geschäftsbericht des Fleischer-Verbandes ist die Zahl der Betriebe in den letzten 10 Jahren zurückgegangen. Die Folge von fehlender Nachfolge ist dabei meist dieselbe: der Betrieb muss schließen. Den Bedarf an Fleischkonsum decken dann an seiner statt immer größer werdende Betriebe, welche die von der schließenden Fleischerei abwandernden Fachkräfte aufnehmen und beschäftigen. Das Fleischerhandwerk zeigt so eine annähernd stabile Beschäftigungssituation trotz einer sinkenden Anzahl von Verkaufsstellen. Finanziell steht dieses Handwerk jedoch gut dar: Die Branchenumsätze steigen trotz der sinkenden Anzahl der Betriebe.

Nachwuchssorgen: Immer weniger Azubis

Ende der 1990er Jahre gab es in Deutschland über 10.000 Auszubildende im Fleischerhandwerk. Im Jahr 2015 dagegen ließen sich nur noch gut 3.000 Menschen zum Fleischer ausbilden. 

Klassische Handwerksberufe gelten bei Jugendlichen häufig als altmodisch. Dazu kommt die Tendenz, dass immer mehr Jugendliche sich für ein Studium entscheiden und keine Ausbildung mehr machen möchten.

Das Fleischerhandwerk hat aus diesem Grund eine eigene Kampagne aufgelegt, um Nachwuchs auf die Ausbildungsberufe im Fleischerhandwerk aufmerksam zu machen "Ausbildung im Fleischerhandwerk - Anders als du denkst": www.fleischerberufe.de.

Informationen zum Deutschen Fleischer-Verband e.V. finden Sie hier: www.fleischerhandwerk.de.

 

 

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