Berufliche Ausbildung stärken

Die Partner der Allianz wollen gemeinsam die duale Berufsausbildung in Deutschland stärken und für die Gleichwertigkeit der betrieblichen und akademischen Ausbildung werben. „Unser gemeinsames Ziel ist es dabei, die zunehmenden Passungsprobleme zwischen Nachfrage und Angebot auf dem Ausbildungsmarkt deutlich zu verringern. Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen – fehlen sie in der dualen Ausbildung, so fehlen sie später auch in den Betrieben.“, so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Im Rahmen der Allianz will die Wirtschaft im kommenden Jahr 20.000 zusätzliche Ausbildungsplätze gegenüber den 2014 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen zur Verfügung stellen. Die Partner der Allianz wollen den Einstieg in die assistierte Ausbildung auf den Weg bringen und streben als ersten Schritt für das in 2015 beginnende Ausbildungsjahr bis zu 10.000 Plätze für die assistierte Ausbildung an. Die Länder werden zusammen mit dem Bund den Übergang von der Schule in den Beruf umgestalten. Auch an Gymnasien soll künftig noch stärker über die duale Ausbildung als gleichwertige Alternative zum Studium informiert werden.

Konkret sind neben den oben genannten unter anderem diese Angebote geplant:

  • Die Wirtschaft macht jedem vermittlungsbereiten Jugendlichen, der zum 30.9. noch keinen Ausbildungsplatz hat, drei Angebote für betriebliche Ausbildung. Darüber hinaus stellt sie jährlich 500.000 Praktikumsplätze zur Berufsorientierung sowie 20.000 Plätze für Einstiegsqualifizierungen bereit.
  • Der Bund, namentlich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wird die gesetzlichen Grundlagen für die assistierte Ausbildung auf den Weg bringen. Darüber hinaus baut er das Instrument der ausbildungsbegleitenden Hilfe aus und passt den Meister-BAföG an.
  • Die Länder wirken darauf hin, dass Berufsorientierung fester Bestandteil in der Lehramtsausbildung wird. Darüber hinaus setzten sie sich für eine stärkere Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte ein.
  • Die Gewerkschaften entwickeln zusammen mit der Wirtschaft und den Ländern Qualitätsstandards für Betriebspraktika im Rahmen der Berufsorientierung.
  • Alle Partner der Allianz wollen sich zudem in eine gemeinsame Kampagne einbringen, mit der sie bundesweit für die berufliche Bildung werben.

Allen Aktivitäten liegt das gemeinsame Verständnis zugrunde, dass die Berufliche Bildung die Grundlage zur Fachkräftesicherung ist. Die neue Allianz für Aus- und Weiterbildung löst den Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs ab.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BMWi.

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