Berichtsheft auch elektronisch möglich

Im Rahmen der dualen Ausbildung muss zwingend ein Berichtsheft geführt werden. Dieser Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) kann entweder schriftlich oder elektronisch geführt werden. Ab dem 1. Oktober 2017 muss die ausgewählte Form des Ausbildungsnachweises zwingend im Ausbildungsvertrag festgehalten werden (§ 11 Nr. 10 BBiG). Der gesamte Ausbildungsnachweis muss bei der Anmeldung zur Prüfung seitens des Auszubildenden und des Ausbilders persönlich unterschrieben werden bzw. mit einer elektronischen Signatur versehen werden. Ausbildende sind zudem angehalten, die Ausbildungsnachweise regelmäßig durchzusehen.

Durch das neue Gesetz können Medienbrüche vermieden werden, unnötige Bürokratie wird abgebaut und die Kommunikation mit der Verwaltung erleichtert. Im Bereich der Beruflichen Bildung konnte die BDA (Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände) einen Bestandsschutz für die bestehenden Ausbildungsverträge sowie eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2017 erreichen. Bereits laufende und bis dahin abgeschlossene Verträge müssen demnach nicht geändert werden. Ausbildungsverträge, die ab dem 1. Oktober 2017 geschlossen werden, müssen zwingend um die Form des Ausbildungsnachweises (schriftlich oder elektronisch) ergänzt werden.

Den Auszug aus dem kostenlosen Bürgerzugang des Bundesgesetzblatts finden Sie unter: http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl117s0626.pdf

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