Azubis verdienen mehr

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2015 nach den Ergebnissen einer BIBB-Erhebung erneut deutlich gestiegen: 832 Euro brutto im Monat, ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verdienten Azubis durchschnittlich in Westdeutschland; in Ostdeutschland erhöhten sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen um 4,3 Prozent auf durchschnittlich 769 Euro. Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2015 bei 826 Euro (+ 3,9 Prozent).
Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einer Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2015. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 180 Berufe in West- und 149 Berufe in Ostdeutschland. Auf diese Berufe entfielen 89 % aller Ausbildungsverhältnisse. Das BIBB führt die Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1976 jährlich zum Stichtag 1. Oktober durch.

Bewerbermangel und Erhöhung der Ausbildungsvergütung

Die gute Wirtschaftslage und wachsende Schwierigkeiten vieler Betriebe, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, seien verantwortlich für die Anhebung der tariflichen Ausbildungsvergütungen in den letzten Jahren, schreibt das BIBB. In Ausbildungsberufen mit großem Bewerbermangel – zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk, der Gastronomie und der Reinigungsbranche – waren 2015 teilweise überdurchschnittliche Erhöhungen zu beobachten. Ein beträchtlicher Anstieg war im Beruf „Fachkraft für Systemgastronomie“ mit 7,7 % (West) beziehungsweise 9,3 % (Ost) zu verzeichnen. Dagegen fiel der Zuwachs im Beruf „Gebäudereiniger/-in“ in Westdeutschland mit 2,4 % eher schwach aus, während die Vergütungen in Ostdeutschland mit 4,7 % leicht überdurchschnittlich zunahmen.

Weitere Informationen: https://www.bibb.de/ausbildungsverguetungen-2015

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