Ausschreibung: Förderung sozialer Kompetenz in der dualen Ausbildung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beabsichtigt Modellprojekte mit innovativen Ansätzen zur Stärkung der sozialen Kompetenz im Bereich der dualen Ausbildung für Auszubildende wie auch Ausbildende zu fördern.

Neben den Fachkenntnissen der beruflichen Qualifikation spielen für Sie als Unternehmen auch die Potenziale der Auszubildenden im Bereich der sozialen Kompetenz eine entscheidende Rolle. Sie sollten die Fähigkeit haben, andere Menschen zu verstehen, zu respektieren und zu akzeptieren, sich sozialadäquat und situationsangemessen zu verhalten. Ebenso wichtig ist es, auf die Belange anderer eingehen zu können (Kundenorientierung), Teamfähigkeit, Motivation, Selbstmanagement, Konfliktbewältigung sowie die Fähigkeit, mit Enttäuschungen und Frustrationen umgehen zu können.

Wer kann sich bewerben bzw. wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kammern, Verbände der Wirtschaft, Berufsschulen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Migrantenorganisationen. Jeder Antragssteller muss Erfahrungen im Bereich der betrieblichen Ausbildung haben. Details zu den Zuwendungsvoraussetzungen finden Sie hier.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte zur Stärkung der sozialen Kompetenz von Jugendlichen, die eine betriebliche Ausbildung beginnen bzw. sich bereits in einer Ausbildung befinden. In enger Kooperation mit Ausbildenden (und Auszubildenden) sollen neue praxisorientierte Ansätze entwickelt und umgesetzt werden. Ausbilderinnen und Ausbilder sind zentrale Ansprechpartner und Bezugsperson für die Auszubildenden. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn Auszubildende ihren Ausbildungsplatz außerhalb ihrer Heimatregion gefunden haben und auf kein Back-up im vertrauten Netzwerk von Eltern und Freunden zurückgreifen können. Das Verhalten von Ausbildern (insbesondere in Bezug auf Rückmeldungen zur Arbeit der Auszubildenden) trägt entscheidend dazu bei, dass sich Auszubildende im Unternehmen wohl fühlen. Durch angemessenes Feedback tragen Ausbilder dadurch zur Extremismusprävention bei. Der Auszubildende sucht keinen Ersatz bei Gruppierungen, bei denen er dazu gehört und die ihm eine "Pseudo-Heimat" anbieten.

Berücksichtigt werden können vor allem solche Modellprojekte, die bei einer nachgelagerten Umsetzung besonders praxistauglich und finanzierbar sind. Da die Modellprojekte zu Ergebnissen führen sollen, die für weitere Unternehmen als gute Praxis-Vorbilder dienen können, müssen die Projekte standardisiert dokumentiert werden. Die Laufzeit eines Projektes soll 12 Monate nicht überschreiten. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Ausschreibungstext.

Informationen zum Verfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt: Ideenwettbewerb und Antragsverfahren.

Ideenwettbewerb: Für die Ideenskizze sollen auf maximal fünf DinA4-Seiten insbesondere das Konzept (u. a. Kurzbeschreibung, Zielsetzung, Zielgruppe, inhaltliche Ansätze, geplantes Format), Überlegungen für die Umsetzung sowie den voraussichtlichen Zeitbedarf für die Realisierung, der voraussichtliche Umfang der Projektkosten und der Zuwendungsbedarf beschrieben werden.

Die Bewerbungen können für 2016 bis zum 30. Oktober eingereicht werden. Für die Jahre 2017 und 2018 jeweils spätestens bis zum 30. Juni.

Die Bewertung übernimmt ein Expertenkreis mit Vertreterinnen und Vertretern insbesondere aus Wirtschaft und Wissenschaft das BMWi. Die Bewertung der eingereichten Ideenskizzen erfolgt spätestens zwei Monate nach der Einreichung.

Antragsverfahren: In der zweiten Stufe werden die Teilnehmer mit positiv bewerteten Ideenskizzen aufgefordert, innerhalb von sechs Wochen einen schriftlichen Förderantrag vorzulegen. Über die Förderung entscheidet das BMWi auf Vorschlag des Expertenkreises mit Vertreterinnen und Vertretern insbesondere aus Wirtschaft und Wissenschaft nach pflichtgemäßem Ermessen. Jeder Antragssteller kann nur einmal gefördert werden.

Fragen zur Ausschreibung beantworten Ihnen gern der Projektträger DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.):

  • Dr. Andreas Meese
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) Projektträger Soziale Kompetenz in der dualen Ausbildung, Telefon: 0228-38211847 sozialkompetenz@dlr.de
  • Susanne Rotthege
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) Projektträger Soziale Kompetenz in der dualen Ausbildung, Telefon: 0228-3821-1496 sozialkompetenz@dlr.de


Wenn Sie sich für das Programm interessieren, finden Sie nähere Informationen in der offiziellen Bekanntmachung der Fördermodalitäten

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