Ausbilden lohnt sich

Unternehmen profitieren davon eigene Nachwuchskräfte auszubilden, wenn sie diese anschließend übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), anhand einer repräsentativen Erhebung zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung.

Demnach entstanden Betrieben im Ausbildungsjahr 2012/2013 durchschnittliche Bruttokosten von 17.900 Euro je Auszubildenden. Hierzu gehören beispielsweise die Vergütung der Azubis und des Ausbildungspersonals. Gleichzeitig sind Auszubildende bereits fester Bestandteil der Wertschöpfungskette im Unternehmen. Ihre produktiven Leistungen schlagen in Höhe von 12.500 Euro zu Buche, wodurch Nettokosten in Höhe von 5.400 Euro verblieben. Die 60 Prozent der Unternehmen, die das Personal nach Ihrem Abschluss übernahmen, konnten erheblich von ihrem Engagement profitieren. Der Grund: Die Kosten zur Rekrutierung externer Fachkräfte entfallen. Und diese waren mit 8.700 Euro im Durchschnitt deutlich höher als die Nettokosten. Hinzu kommen weitere Vorteile, die sich nur schwer quantifizieren lassen. Beispielsweise kennen die eigenen Azubis die Arbeitsabläufe, Maschinen und Kunden des Betriebes deutlich besser als externe Bewerberinnen und Bewerber. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit der Unternehmen mit dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ausbildung „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ ist (59 %).

Der BIBB-Report 1/2015 steht kostenfrei auf der Homepage des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Verfügung.

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