Ältere MINT-Spezialisten fehlen

Die „abschlagsfreie Rente mit 63“ zeigt deutlich negative Auswirkungen für den sogenannten MINT-Bereich - vor allem in Ostdeutschland.

Rente mit 63 verschärft Fachkräfteengpässe

Bis Sommer 2014 entwickelte sich die Zahl der älteren Beschäftigten ab 63 Jahre deutlich positiv. Von Anfang 2013 bis Sommer 2014 gab es bei den mindestens 63-jährigen Beschäftigten einen Zuwachs zwischen 1,5 und 5,7 Prozent. Vor allem die MINT-Berufe – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – profitierten davon. Dann wurde die abschlagsfreie Rente mit 63 eingeführt. Seitdem ist die positive Entwicklung abgerissen. Drei Monate nach der Einführung der Rente mit 63 war die Zahl der mindestens 63-jährigen bei den MINT-Facharbeitern um fast 9 Prozent gesunken, insgesamt um mehr als 3 Prozent. Das verschärft die Fachkräfteengpässe in den Unternehmen.

Ostdeutschland von Engpässen besonders betroffen

Das trifft vor allem die ostdeutschen Bundesländer. Dort sind durchschnittlich bereits 20 Prozent der MINT-Beschäftigten älter als 55 Jahre – in Westdeutschland sind es im Schnitt 16 Prozent. Alle ostdeutschen Flächenländer stehen deshalb vor der Aufgabe, in den kommenden Jahren einen besonders großen Anteil ihrer MINT-Belegschaften altersbedingt ersetzen zu müssen. Hier werden beispielsweise deutlich größere Anstrengungen beim Thema Willkommenskultur erforderlich sein, um ausländische Arbeitskräfte anzuwerben.


Weitere Informationen zum MINT-Frühjahrsreport finden Sie hier

Wie Sie mit einer gelebten Willkommenskultur für Fachkräfte aus dem Ausland ein attraktiver Arbeitgeber werden, erfahren Sie in unserer Handlungsempfehlung „Willkommenskultur in Unternehmen“.

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