42.000 Blaue Karten

Die Blaue Karte hat sich als Zugangsweg für Hochqualifizierte nach Deutschland bewährt. Seit 2012 ist die Zahl der vergebenen Karten kontinuierlich gestiegen. Immer mehr hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte wollen in Deutschland arbeiten. Knapp 42.000 sogenannte "Blaue Karten" sind laut IW-Kurzbericht seit dem Start des neuen Aufenthaltstitels am 1. August 2012 vergeben worden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Würden die Gehaltsschwellen noch stärker gesenkt, könnte das den Aufenthaltstitel allerdings für interessierte Zuwanderer noch attraktiver machen. Davon würden besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren.

Die so genannten „Blauen Karten“ können von einem EU-Mitglied für hoch qualifizierte Ausländer aus Drittstaaten vergeben werden. 2015 wurden der Studie zufolge knapp 15.000 „Blaue Karten“ vergeben, 2012 waren es nur gut 4000 gewesen. Allerdings galt die Regelung erst ab August 2012. Die meisten dieser hoch qualifizierten Zuwanderer kamen bisher aus Indien, gefolgt von Chinesen und Russen.
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt wurden die meisten Blauen Karten in Bayern vergeben, gefolgt von Baden-Württemberg und Niedersachsen.

Der Aufenthaltstitel gilt für befristete und unbefristete Stellen mit einem jährlichen Bruttogehalt von mindestens 49 600 Euro. Für Fachkräfte in sehr gefragten Bereichen wie Mathematik, Informatik und Medizin liegt die Gehaltsgrenze bei jährlich rund 38 700 Euro. Vor allem diese Gehaltsgrenzen sollen dafür sorgen, dass auf dem Wege der Blauen Karte tatsächlich nur Fachkräfte ins Land kommen.


Den IW-Kurzbericht „Blaue Karte – Erfolgsmodell mit Verbesserungspotenzial“ mit näheren Informationen zur Blauen Karte als Zugangsweg für Hochqualifizierte finden Sie hier.

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