2013 fehlten laut DIHK 80.000 Auszubildende in Industrie und Handel

2013 fehlten laut DIHK 80.000 Auszubildende in Industrie und Handel

Im vergangenen Jahr konnten 29 Prozent der Unternehmen im IHK-Bereich nicht alle ihrer angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Es fehlten insgesamt 80.000 junge Nachwuchskräfte. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter knapp 13.000 Unternehmen. Diese Tendenz stellt die Unternehmen vor eine schwierige Aufgabe, denn: Wo heute keine Auszubildende sind, fehlen morgen die Fachkräfte.

Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alleine der Bewerbermangel für diese Situation verantwortlich ist. Viele Unternehmen sehen eine mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängerinnen und Schulabgängern als größtes Ausbildungshemmnis an. Umso wichtiger wird es werden, in die Qualität der Ausbildung zu investieren: Mit der richtigen Unterstützung kann aus vielen Spätstarterinnen und Spätstartern eine wertvolle Fachkraft werden. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung zeigt für Unternehmen Wege auf, wie sie über eine intensive Schulkooperation oder über Wege der Berufsvorbereitung neue Zielgruppen erschließen und Nachwuchskräfte gewinnen können. In der DIHK-Umfrage hat jedes dritte Unternehmen angegeben, dass es neue Bewerbergruppen erschließen möchte. Das ist ein Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2012.

Neben benachteiligten Jugendlichen gibt es aber auch weitere interessante Zielgruppen für die betriebliche Ausbildung: Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher bringen eine hohe Selbstständigkeit und häufig Vorkenntnisse aus dem Studium mit. Sie sind in der Regel bereits etwas älter und motiviert neue Wege einzuschlagen und ihre zweite Chance zu ergreifen. Ein Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus kann sich ebenfalls lohnen: Junge Menschen aus Europa können ohne Probleme eine Ausbildung in Deutschland beginnen und erhöhen die kulturelle Vielfalt in ihrem Unternehmen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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