20. Juni ist Weltflüchtlingstag: Integration in der Praxis

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Regierungen und Hilfsorganisationen erinnern aus diesem Anlass an das Schicksal Millionen entwurzelter Menschen und mahnen zu mehr humanitärer Hilfe. Einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) zufolge, haben sich viele deutsche Wirtschaftsunternehmen in den letzten drei Jahren bereits aktiv an der Integration geflüchteter Menschen beteiligt. Die Publikation zeigt: Fast ein Viertel aller Unternehmen beschäftigt derzeit Geflüchtete oder hat es in den letzten drei Jahren getan in Form von Praktikum, Ausbildung oder regulärer Beschäftigung. Im Handwerk sind es sogar ein Drittel aller Unternehmen, die sich in den letzten drei Jahren engagiert haben.

Die Unternehmen wollen ihr Engagement künftig noch ausbauen: Von den Unternehmen, die bereits Geflüchtete beschäftigt haben, planen zwei von drei, weitere Geflüchtete einzustellen. Von den Unternehmen ohne Erfahrungen will immerhin jedes vierte Flüchtlingen Angebote zur Qualifizierung oder Beschäftigung machen.

Einige von Ihnen hat das KOFA persönlich kennengelernt. Zum Beispiel einen Segelmacher aus Kiel. Der Geschäftsführer der Segelmacherei Coastworxx beschäftigt eine syrische Familie, die in Damaskus eine Polsterei besessen hat. Das gemeinsame Handwerk als Näher verbindet neue und alte Mitarbeiter. Erfahren Sie mehr in unserem Video-Praxisbeispiel.

Unter www.kofa.de/flüchtlinge finden Unternehmen außerdem Handlungsempfehlungen zur Integration von Flüchtlingen, Informationen zu Sprachförderung und Flüchtlingsinitiativen vor Ort. Außerdem gibt es hier Kontakte zu Willkommenslotsen, die bei der Suche und Integration unterstützen, sowie weitere anschauliche Praxisbeispiele.

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