Internationale Studierende an deutschen Hochschulen

Gekommen, um zu bleiben

Jeder neunte Studierende an deutschen Universitäten und Hochschulen stammt aus dem Ausland. So studierten im Wintersemester 2014/2015 etwa 319.000 Menschen aus dem Ausland in Deutschland. Ausländische Studierende sind damit fester Bestandteil der deutschen Hochschullandschaft. Im Vergleich zu 2005 hat sich ihre Anzahl um 30 Prozent erhöht und zum ersten Mal stieg die Zahl im Wintersemester über 300.000 Studierende. Besonders oft sind internationale Studierende in den MINT-Studiengängen zu finden (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Sie bringen neben aktuellem Fachwissen von der Hochschule auch eine besondere interkulturelle Kompetenz sowie Sprachkenntnisse mit – ein Gewinn für deutsche Unternehmen.

Zukunft in Deutschland

Junge Menschen aus dem Ausland entscheiden sich vorrangig aus fachlichen Gründen für ein Studium in Deutschland. Über 80 Prozent geben an, mit einem akademischen Abschluss aus Deutschland bessere Berufschancen auf einem zunehmend globalisierten Arbeitsmarkt zu haben. 69 Prozent möchten hier speziellere Fachkenntnisse erwerben. Zwei Drittel nennen die hohe internationale Anerkennung deutscher Studiengänge als wichtigen Grund für ein Studium hierzulande.

Viele ausländische Studierende sehen ihre berufliche Zukunft in Deutschland. Durch die Einführung der Blauen Karte EU im August 2012 ist es für internationale Absolventinnen und Absolventen zudem wesentlich einfacher, nach Abschluss des Studiums eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Dieses Angebot wird mehr und mehr genutzt. Im Jahr 2014 bekamen etwa 12.000 Personen die Blaue Karte der EU. Mit dessen Hilfe können hoch qualifizierte Fachkräfte aus Staaten außerhalb der EU eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Eine solche Karte können Nicht-EU-Bürger mit einem anerkannten deutschen oder ausländischen Hochschulabschlusses beantragen. Zudem müssen Sie einen Arbeitsvertrag mit einem jährlichem Mindestbruttojahresgehalt in Höhe von 48.400 € vorweisen, bei Mangelberufen mit vielen unbesetzten Stellen liegt die Grenze bei 37.752 € jährlich.

Internationale Fachkräfte können langfristig in deutschen Unternehmen bleiben. Abhängig vom Aufenthaltstitel kann bereits nach zwei Jahren eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis beantragt werden. Auf dem Willkommensportal „Make it in Germany“ finden Sie weitere Informationen, wie Talente aus dem Ausland nach einem erfolgreichen Studium in Deutschland in Ihrem Unternehmen einsteigen können.

Akademische Fachkräfte von morgen

Bereits vor ihrem Abschluss können die jungen Akademikerinnen und Akademiker für Ihr Unternehmen ein Zugewinn sein: Mit Werkstudentenverträgen oder Praktika kann die berufliche Zukunft in Ihrem Unternehmen bereits während des Studiums beginnen. Dabei können Sie gleich mehrfach profitieren: Einerseits können Sie junge Talente in Ihrem Unternehmen testen und Kontakte über das Studium hinaus knüpfen. Anderseits profitieren Sie von der Arbeit junger leistungsbereiter Menschen, die aktuellste Fachkenntnisse und neue Impulse in Ihr Unternehmen einbringen. Kontakt zu internationalen Studierenden erhalten Sie unter anderem über die akademischen Auslandsämter beziehungsweise die International Offices an Hochschulen, internationalen Studentenorganisationen oder Migranten-Communities.

Für Studierende, die aus einem Nicht-EU-Staat kommen, gibt es je nach Herkunftsland besondere rechtliche Rahmenbedingungen für die Beschäftigung. Eine aktuelle Übersicht dazu finden Sie auf der Website der Deutschen Studentenwerke.

Internationale Studierende an deutschen Hochschulen

Immer mehr ausländische Studierende zieht es nach Deutschland. Sie wählen häufig Fächer, die am Arbeitsmarkt besonders gefragt sind. Ein Grund neben vielen, sich als Unternehmen mit dieser Zielgruppe zu beschäftigen und frühzeitig den Kontakt herzustellen. In der Infografikstrecke erfahren Sie mehr zu dem Thema.

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