Praxisbeispiel: Employer Branding in der Kurt Müller GmbH

Arbeitgebermarke stärken mit Unterstützung des KOFA

Das Thema Employer Branding spielt bei der Kurt Müller GmbH eine große Rolle. „Wir stehen hier in der Region in Konkurrenz zu vielen anderen Betrieben – vor allem LKW-Fahrer werden im Rhein-Erft-Kreis von vielen Logistik-Unternehmen gesucht“, betont Marion Müller. „In Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir uns permanent damit beschäftigen, was uns als Arbeitgeber attraktiv macht.“

Strategische Personalarbeit

Personalreferentin Trixi Veit hat bei der Kurt Müller GmbH die Aufgabe, die Personalarbeit des Unternehmens strategisch auszurichten und sich um das Thema Employer Branding kontinuierlich zu kümmern. „Auf einem Unternehmer-Treffen bin ich auf die Publikationen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung aufmerksam geworden“, erzählt sie. „Mit der Handlungsempfehlung Employer Branding habe ich daraufhin intensiv gearbeitet, um unsere Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Der Selbsttest „Starke Arbeitgebermarke“ hat uns gezeigt, wieviel die Kurt Müller GmbH bereits richtig macht – wir haben aber auch Verbesserungspotenziale ausfindig machen können.“

Familienfreundlichkeit, Führungskultur, gemeinsame Werte

Im Sinne der Arbeitnehmerzufriedenheit fördert die Kurt Müller GmbH die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Als Familienunternehmen sind wir stolz darauf, auch unkonventionelle Wege zu gehen“, betont Geschäftsführer Kurt Müller. „Als wir vor kurzem über ein Wochenende zu einem Lieferantentermin nach Italien fahren mussten, haben wir einem Familienvater angeboten, dass seine Frau und seine Tochter mitreisen können.“ Der Firma sei es wichtig, dass Männer und Frauen gleichermaßen in ihren Familien präsent sein können. Auch flexible Arbeitszeitmodelle sind für die Firma deshalb selbstverständlich.

„Wir fördern eine positive Führungskultur und haben gemeinsame Werte für unser Unternehmen entwickelt“, erzählt Trixi Veit. „Allerdings ist uns bewusst, dass viele unserer Mitarbeiter diese Werte nicht ständig präsent haben.“ Gemeinsam mit der Geschäftsführung hat die Personalreferentin deshalb nach Lösungen gesucht, um die Wertevermittlung noch intensiver voranzutreiben. „Wir sind auf die Idee gekommen, Notizbücher für alle Mitarbeiter zu drucken. Auf der Außenseite der Notizbücher sind unsere Werte aufgelistet – sie sind im Arbeitsalltag so ein ständiger Begleiter.“

Und wie kommen die Notizbücher an? – „In Zahlen lässt sich so eine Aktion natürlich schlecht messen“, meint Trixi Veit. „Die Rückmeldung der Mitarbeiter ist aber sehr positiv.“

Tipp: Sie möchten ihre Arbeitgeberattraktivität ebenfalls steigern? Die Checklisten und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema helfen Ihnen. Alle Informationen gibt es hier.

Sie suchen außerdem nach weiteren Beispielen für die Stärkung der Arbeitgebermarke in KMU? Wir empfehlen Ihnen das Praxisbeispiel „Employer Branding im Startup“.

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